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WIE SCHREIBT MAN EINE INHALTSANGABE?

Autor /Orfeusz Dodano /15.11.2011

Wenn wir etwas erzählen oder nacherzählen, soll der Zuhörer oder der Leser die Geschichte spannend finden: sie soll lebendig und unterhaltsam sein. Wir sind mitten in der Geschichte und erleben sie noch einmal. Deshalb wird nicht sofort das Wichtigste verraten, und deshalb hören wir in wörtlicher Rede, als wären wir dabei.

Leider haben wir im Leben nicht genug Zeit, sämtliche Geschichten oder Erlebnisse in allen Einzelheiten zu hören. Oft müssen wir unsere Zeit einteilen und unser Interesse nur auf ganz bestimmte Dinge richten: diese Dinge nennen wir dann das Wichtigste oder das Wesentlichste.

Eine Inhaltsangabe ist keine Erzählung, sondern sie informiert. Sie informiert über das Wesentliche einer Geschichte (einer Erzählung, eines Romans, einesDramas...) . Dazu gehören Informationen (bzw. Antworten) zu den Fragen:

a) Welches Problem steht im Mittelpunkt ?

b) Wo spielt die Geschichte ?

c) Wann spielt sie ?

d) Welches sind die wichtigsten Personen ?

e) Was geschieht (was ist der Anfang, der Höhepunkt, das Ergebnis der Handlung) ?

Wer eine Inhaltsangabe schreibt, ist nicht "mitten in der Geschichte", sondern er hat Abstand, er bleibt kühl, er referiert über den Inhalt. Dabei muß er auch analysieren und urteilen. Die Inhaltsangabe muß also nicht spannend sein. Sie spricht nicht das Gefühl, sondern den Verstand an.

Es ist daher klar, daß eine Inhaltsangabe anders aussieht als eine Nacherzählung. Hier folgen einige Ratschläge:

Der Aufbau einer Inhaltsangabe

1. Am Anfang muß der Leser erfahren, worum es eigentlich geht:

a) Wo und wann spielt die Geschichte ?

b) Wer sind die Hauptpersonen ?

c) Was ist das Wesentliche der Handlung ?

2. Jetzt kommen die wichtigsten Schritte der Handlung, und zwar in einer logischen, übersichtlichen Reihenfolge (also nicht unbedingt in der Reihenfolge, wie wir sie im Orginal finden). Nebensächliche Einzelheiten lassen wir weg.

3. Am Ende kann man eigene Meinung über die Geschichte in Form einer Stellungnahme schreiben:

a) Hat der Autor ein wichtiges Problem behandelt ?

b) Hat er es gelöst ?

c) Hat er neue Fragen gestellt ?

d) Hat er uns unsicher gemacht, so daß wir gezwungen sind nachzudenken ?

e) Was denken wir über die Personen?

f) Wie wirkt die Geschichte auf uns ?

Weitere wichtige Ratschläge

1. Eine Inhaltsangabe sagt ganz sachlich: "So und so ist diese Geschichte" und "Das und das sind die darin behandelten Probleme".

Sie sagt nicht: "So, liebe Kinder, jetzt will ich euch einmal etwas Spannendes erzählen!"

Deshalb schreiben wir die Inhaltsangabe nicht im Imperfekt ( "Erzähl" - Zeit ), sondern im Präsens ( "Bericht" - Zeit ).

2. In einer Erzählung hören wir wörtlich, was die Personen sagen. Wir sind immer "dabei".

Eine Inhaltsangabe jedoch berichtet mit kühlem Verstand. Was die Personen sagen, hören wir nicht wörtlich, sondern es wird darüber nur berichtet. Das geschieht in indirekter Rede.

Direkte Rede: Er sagte: "Ich bin krank."

Indirekte Rede: Er sagte, daß er krank sei.

Er sagte, er sei krank.

Er sagte, daßer krank ist.

3. Der Leser muß genau erfahren: die Reihenfolge der Ereignisse, die Gründe und Ursachen, die Folgen und Wirkungen, Ort und Zeit, Zahl der Personen usw. Um das zu sagen, braucht man Konjuktionen, wie etwa: als, wenn, während, nachdem, weil, so daß, indem...

Ratschläge für die Vorbereitung

? Das Original aufmerksam lesen !

? Sich den Lauf der Handlung klar machen !

? Das Problem erkennen !

? Immer daran denken: Der Leser der Inhaltsangabe kennt die Geschichte noch nicht ! (Was muß er erfahren, damit er gut informiert ist ?)

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