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Ludwig II - König von Bayern

Autor /Orfeusz Dodano /16.11.2011

1. Kindheit und Jugend

Ludwig wurde am 25. August 1845 in Schloss Nymphenburg bei München geboren. Seine Eltern waren der Kronprinz Maximilian und dessen Frau Marie. Sein Gro-vater war König Ludwig I. von Bayern, der in München die berühmtesten Sehenswürdigkeiten hat bauen lassen. die Familie der Wittelsbacher residierte damals in München und in verschiedenen Schlössern im Süden Bayerns. Weil es zu dieser Zeit noch kein gemeinsames Deutschland gab, war Bayern ein eigenständiger Staat und ein eigenständiges Königreich.

Am 26. August wird Ludwig getauft. Als kleines Kind ist er oft krank, im Jahre 1846 sogar totkrank. 1848 wird sein Vater, Maximilian II., König, und Ludwig wird Kronprinz. Der kleine Ludwig spielt am liebsten mit Bauklötzen und konstruiert Schlösser und Kirchen. Sein liebster Spielkamerad ist sein jüngerer Bruder Otto.

Seit 1856 wird der Kronprinz Ludwig in der Fächern des Gymnasiums unterrichtet. Damals führten die beiden Prinzen ein sehr einfaches Leben: Sie mussten viel lernen und bekamen wenig zu essen, weil man glaubte, dass man durch diese Erziehung die Prinzen zu härteren Männern machen könnte.

Im Alter von 15 Jahren beginnt Ludwig sich für die Natur und für die Welt der hohen Berge zu interessieren. Er wird zum Romantiker und liest begeistert die Sagen und Legenden des Mittelalters. Sein Lieblingsmotiv, der Schwan, wird Ludwiges Symboltier. Ludwig sieht sich selbst als Schwanenritter. Seine Phantasie kennt keine Grenze. Einmal sitzt der Kronprinz ganz allein in einem dunklen Zimmer. Seine Erzieherin kommt herein und fragr: "Ist es Eurer Königlichen Hoheit nicht langweilig?" Ludwig antwortet: "Oh, ich langweile mich gar nicht. Ich denke mir verschiedene Dinge aus und unterhalte mich sehr gut dabei."

Der Kronprinz begeistert sich für die Musik des Komponisten Richard Wagner, und er liebt die Literatur - ganz anders als seine Mutter, die sich wenig um ihre Söhne kümmert und sie nicht verstehen kann. Die Mutter ist ein einfacher, praktischer Mensch ohne Sinn für die Kunst.

2. Der König

Im Jahre 1864 stirbt König Maximilian II. Ludwig wird Nachfolger auf dem Thron. Seit seiner Kindheit hat Ludwig mehr in seiner Phantasie als in der Wirklichkeit gelebt. Am Tage fotografiert er, nachts reitet er stundenleng auf der Reitbahn. Anregungen für seine Phantasie findet der König in der Natur. Besonderes das Mondlicht interessiert ihn. Der junge König lässt sich eine blaue, künstliche Höhle bauen, in der Mitte dieser Höhle liegt ein See, auf dem See fährt Ludwig am liebsten in einem goldenen Boot.

1868 hat Ludwig erste Pläne für ein Schloss: An der Stelle einer alten Ruine lässt er ein Märchenschloss errichten, das an das Mitelalter erinnert: Schloss Neuschwansten bei Füssen, im Westen der bayerischen Alpen. Überall im Inneren des Schlosses, das nie ganz fertig geworden ist, kann man das Symbol das Schwans finden.

Ludwig hat kein Interesse an Politik, an den Geschäften des Staates. Im Jahre 1866 verliert Ludwig hat kein Interesse an der Seite der Österreicher den Krieg gegen Preu-en. 1871 wird das Deutsche Reich gegründet, Bayern ist jetzt nur ein Teil eines grö-eren Staates. Der König von Preu-en wird Deutscher Kaiser, und der Kaiser steht über dem König.

Der König isst immer allein. Er sitzt an einem Tisch, an dem für drei bis vier Personen gedeckt ist - diese Gäste sind nur in sienem Kopf. So unterhält er sich zum Beispiel mit dem König von Frankreich und anderen Personen. Auch im Theater ist er immer der einziege Gast: Alle Schauspieler müssen für ihn allein spielen. Ab 1878 hat er Pläne für ein neues Projekt: Das Schloss Herrenchiemsee, auf einer Insel im See. Dieses Schloss erinnert an den Stil des französischen Absolutismus, an das Schloss von Versailles. Alle seine Schlösser sind für den König heilige Orte. Er will nicht, dass einfache Menschen sie besuchen oder betrachten, so wie er selbst nicht besucht oder betrachtet werden möchte.

In den letzten Jahren seines Lebens haben nur noch wenige Leute den König gesehen. Zum Beispiel konnte man ihn nachts im Winter in den Alpen treffen, wo er mit einem golden Pferdeschlitten spazieren fuhr. Es wurde schlimmer mit ihm. Wie sein Bruder Otto vor ihm wurde Ludwig seelisch krank. Im Jahre 1886, im Alter von 41 Jahren, wurde er entmündigt und als König abgesetzt. Bis heute ist nicht bekannt, wie Ludwig II. gestorben ist: Man fand ihn tot im Chiemsee, zusammen mit seinem Arzt. Ein Unfall? Manche Leute sind sich sicher, dass jemand den König ermordet hat, andere behaupten, er habe Selbstmord begangen. Die Bayern lieben ihn. Er war ein König und er starb daran.

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