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Die mittelalterliche Stadt

Autor /Orfeusz Dodano /15.11.2011

König Rudolf von Habsburg war der "König der Städte". 28% der von ihm ausgestellten Urkunden waren für die Städte. Städte waren auch seine wichtigsten Aufenthaltsorte und erbrachten die bedeutendsten finanziellen Leistungen, auf die er Anspruch hatte. Damit setzte König Rudolf eine Entwicklung fort, die seit Mitte des 12 Jh.s von Staufischen Herrschern eingeleitet wurde.

Entstehung und Entwicklung der Stadt

Die Entwicklung der Stadt in Europa vollzog sich im 12 und 13 Jh. Die ersten städtischen Gemeinwesen, die eine große politische und wirtschaftliche Bedeutung hatten, waren jede Oberitaliens und Flanderns. In jenen Ländern West- und Mitteleuropas, die unter der römischen Herrschaft gestanden hatten, war das städtische Leben nie erloschen. Diese Städte spielten jahrhundertlang nur eine unbedeutende Rolle, blühten wieder auf, als mit den Kreuzzügen der Handel sehr stark zunahm. Damals erwachten nicht nur die alten römischen Städte, es wurden auch neue Handels- und Wirtschaftszentren erbaut. Sie entstanden an besonders geeigneten Plätzen, wie Flussübergänge, Straßenkreuzungen, Flussmündungen, Bischofssitzen, Burgen und Klöstern. In Mitteldeutschland entstanden die Städten aus den in 10 Jh. (die Zeit des Magyarensturmes) erbauten festen, ummauerten Zufluchtsorten.

Die mittelalterliche Stadt wurde stark befestigt. Sie war von einem Graben und einer Mauer umgeben. Die Stadt war eine verwaltungsmäßige, rechtliche und wirtschaftliche Einheit mit eigenen Gesetzen. Die Rechtsstellung der Städte war sehr unterschiedlich. Es gab z.B. im Deutschen Reich Städte, wie Augsburg, Regensburg, Köln, Bremen oder Lübeck, die unmittelbar dem König unterstanden. Das waren die ŕ reichsfreien ß Städte und sie spielten eine wichtige politische und wirtschaftliche Rolle. Die anderen Städte hatten einen Fürsten, Bischof oder Abt zum Herrn - das waren die ŕ landesfürstliche ß Städte.

Die Bewohner der Stadt

Die in den Städten lebenden Menschen, die ein Haus und Grund in der Stadt besaßen, wurden seit Ende des 13 Jh.s Bürger genannt. Die meisten waren Handwerker oder Kaufleute und unterschieden sich von der Landbevölkerung nicht nur durch ihren Beruf, sondern auch durch ihre Rechtsstellung. Sie waren persönlich frei und lebten in eigener Rechtssphäre.

Menschen wie Tagelöhner, Dienstleute, Arme, Bettler und Juden wurden nicht zu den Vollbürgern gezählt. Sie kamen in die Stadt um ihren Grundherrn zu entlaufen. Diese Menschen prägten das Straßenbild der Städte. Da es wenig Armenfürsorge gab, umlagerten Bettler ständig die Kirchen, den Markt und die Häuser der Reichen.

Im 13 Jh. Bildeten sich verschiedene Wohnviertel, die von den einzelnen sozialen Gruppen bewohnt waren.

Das Markt- und Stadtrecht

Eines der wichtigsten Rechte, von dem die Weiterentwicklung der Stadt abhing, war das Recht, Märkte abzuhalten. Dieses Recht verlieh der Stadt der Stadtherr.

Die ältesten Stadtrechte in Österreich wurden Wien (1198 und 1221) und Enns (1212) verliehen.

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